Das ultimative Rocklexikon!

Dieses sinnvolle Nachschlagwerk richtet sich an zwei Zielgruppen: Zum Einen an diejenigen, die gerne ins Musikbusiness einsteigen wollen und dafür wertvolle Informationen benötigen. Zum Anderen an solche, die schon lange Musik machen und bei fast jedem Eintrag "Ah! Ja, genau so ist es...!" oder ähnlich rufen. Denn alles, was hier steht, stimmt wirklich. Ehrlich!

A

 

Al fine: (italienisch) bis zum Ende, dem bitteren. Trauriger Verlauf der typischen Rockmusiker-Karriere

Aleatorik: Musik, die Zufallselemente enthält (Cage, Stockhausen), ab 1950. Im Rockbereich --> Gig genannt.

Anruf, ausbleibender: "Ich ruf dich an" - eine der Lügen des Musikbusiness (--> Lügen des Musikbusiness).
 
Anruf, ankommender: "Hey New Dealer, ich hab einen geilen Auftritt für euch! Auf einem Polterabend! Ok, Ihr müsst auf den 4 qm Flurfläche im Durchgang zum Klo spielen, und wegen der Omas und Opas solltet ihr nicht so laut sein, aber im Laufe des Abends werden euch alle Leute irgendwann mal sehen und es gibt 130 Euro!!! Das ist doch was!!"
alternativ: "Hallo, New Deal, spielt Ihr wieder mal in meinem Laden? Also, wir haben Silvester frei und den Abend mit dem WM-Endspiel sowie auch einen Samstag Abend, an dem die Rodgau Monotones im Festzelt im Nachbarort spielen..."

Amp: (m) Ämp Verstärker, aus dem englischen Wort Amplifier abgleitet. Dient dazu Geräusche aller Art zu verstärken. Besondere Form Gitarren-Amp, der i. d. R. zur Verstärung elektrischer Gitarren benutzt wird und immer wieder seltsame Phänomene erzeugt, die sich oft dadurch beheben lassen, dass man das Netzkabel einsteckt, das Gerät einschaltet oder den Stand-By Schalter betätigt. Kurioserweise treten diese Phänomene fast ausschliesslich bei Gitarren-Amps auf. Egal was man anschließt! Für besonders laute --> Gitarristen gibt es jetzt Amps, deren Lautstärkeregler bis 12 gehen.
 

 

B

 


Backstage(bereich): (m) bäckstäitsch kleiner Raum hinter oder seitlich der Bühne, wird zum Umziehen und zum Abstellen der Taschen genutzt. Und zu sonst nichts, egal was Gerüchte besagen. Stimmt alles nicht, vor allem das mit den Frauen (--> Groupies). Quatsch.

Band: (f) bänd Ansammlung von Musikern, die mehr oder weniger geschickt zusammenspielen und (im Idealfall) laute Rockmusik machen. Eine B. wirkt im Ganzen immer hochkomplex und als homogener Körper, besteht aber aus vielen schwierigen Individualisten --> Gitarristen, --> Bassist, --> Drummer, --> Keyboarder, --> Sänger. Insgesamt ein Mythos, den sich kaum jemand erklären kann --> New Deal.

 

Bandgeschichte: Wird auf Fahrten zum --> Gig, beim Warten im --> Backstagebereich oder vor mehr oder weniger interessierten Zuhörern immer wieder erzählt, von Mal zu Mal bunter und aufregender und in jedem Fall meistens ziemlich witzig. Bester Kommentar zu einer solchen Bandgeschichte: Auf die Frage, warum The Who immer die Instrumente zertrümmern würde, antwortete Pete Townsend: "All lies! All lies!"
  
Bass: so was ähnliches wie eine Gitarre (--> Guitar), aber mit nur vier Saiten (neuerdings im Zuge der Emanzipation gerne auch fünf oder mehr, erzeugt dann Töne, die nur die Alpen und Pottwale hören). Wird gerne von verhinderten --> Gitarristen gespielt, denen die Saitenanordnung auf der Gitarre zu filigran war. Der legendäre --> Beatles-Bassist Paul McCartney (mit unserem Paul nicht verwandt oder verschwägert) war ursprünglich einer von drei Gitarristen der Band.

Bassist: im Grunde doch auch nur ein Mensch.

Bass-Solo: der Moment, für den der --> Bassist lebt. Wesentliches Merkmal: Mit halb geschlossenen Augen dem --> Bass verwirrtes Zeug entlocken (slappen. Ist eine Spieltechnik und nicht etwa schwedisch für Schlappen), das keiner versteht und garantiert zu Zwischenapplaus führt.

Beatles: (e) bietels pilzköpfige Band aus Liverpool 1960 -`70 (John Lennon, Paul McCartney, George Harrison, Ringo Starr). Keine Band hat die Welt so sehr beinflusst wie diese Band. Und das nicht nur im musikalischen Bereich. Ihre nahezu unerschöpflichen melodischen Fähigkeiten, musikalischen Ausdrucksweisen und raffinierten Texte sind in dieser Summe unerreicht. Auf die Frage, ob sich die Beatles jemals wiedervereinigen antwortete Paul McCartney einmal: "Nicht so lange John tot ist!". Inzwischen ist die Liste noch etwas länger.

Bier: Benzin im Motor des Rock'n'Roll (--> Bullwinkel).

Blutwäsche: Angeblich Überlebenshilfe (wöchentlich) für Keith Richards. Ronnie Wood streitet das in seiner Autobiographie aber ab.
 
Blecheimerstimme:  --> Dylan, Bob.

Boxen: große Kästen mit Lautsprechern im Innern, die dann das wiedergeben, was die --> Amps verstärken. Häufigste Ursache für Bandscheibenvorfälle (Prolaps, meist L5 / S1)

Bullwinkel: (damals) junger Mann, der einem Elch ähnlich sah. Verschaffte als Insider --> New Deal 1978 den ersten --> Gig der --> Bandgeschichte: Abschiedsfeier für einen homosexuellen GI in einem amerikanischen Schwulenclub in Hanau, --> Gage damals: ein Rindspimmel und drei --> Bier pro Schwanz.

 

C

 


Capriccio (italienisch) ein bizarres lebendiges Stück. Das bizarre tote Stück beim Italiener heißt Carpaccio

Case (n) Käis Kiste, in die alles reingeworfen werden kann. Häufigste Erwähnung im Zusammenhang mit wichtigsten Utensilien, die nicht mit zum Auftritt genommen wurden: "Des misst doch in dem Scheiß-Käis sein..."

Catering (n) Käitering englischer Begriff für das, was die Veranstalter unter Verpflegung der Musiker verstehen. Wird in den meisten Fällen als Wert(?)gutschein für die Pommesbude vor dem Festzelt gehandelt, in Einzelfällen kocht die Mutter des Veranstalters einen Goulasch nach Art des Hauses (Rezeptur aus der Nachkriegszeit "da gab's doch nix!", also schwer, mastig, fett) mit Kartoffelklößen und einer sehr sämigen Sauce. Seltener sind einsichtige Veranstalter, die einen geldwerten Zuschuss für die Pizzeria um die Ecke beisteuern oder einen Deal mit der Kneipe im Ort haben, so dass die Band nach Herzenslust essen kann. Häufigkeitsreihenfolge des C. in über 25 Jahren NEW DEAL: Rindswürste, Bratwürste, Currywürste, Pommes (fettest!), Pizza, Nudeln mit rätselhaften Saucen (z.B. "Bolognese" mit deutlichen Blutwurstresten), deftige Hausmannskost, Hamburger, belegte Brötchen usw. In großem Abstand: Was leckeres. Da zum C. auch Getränke gehören, konnte es in Einzelfällen auch schon zu einem zwar lautmalerisch, aber nicht sprachlich verwandten "Kater" kommen.

Comedian Harmonists Deutsche a capella-Gruppe (vom teilweise verwendeten Klavier mal abgesehen) der 30er-Jahre. Die erste erfolgreiche Boy-Group der Weltgeschichte. Die Songs wurden nicht sehr spektakulär "performt", dafür könnten sie aber Klasse singen!

con fuoco (italienisch) Mit Feuer Sicherung.

 

D

 


Da capo (italienisch) vom Anfang wiederholen. Wird gerne gemacht, wenn am Ende des Programms noch so viel Auftritt übrig ist und eine Gagenkürzung droht, wenn man früher aufhört. Klugerweise sollte man die Titel dann leicht verändern, so dass sie bestenfalls ähnlich klingen ( Simile).

Dicke-Backe-Musik Kollegen aus dem bayerischen machen das. Erkennbar an Homp-da-homp-da-homp-da-daaaa...

Dixieland 1. von weißen Musikern ausgeübte Form des New-Orleans-Jazz, 2. Sanitärbereich bei Rockfestivals

Drohtrobber (südhessisch) etwa: Drahtrupfer und leitet sich aus der in der Rockmusik meist durch Bassisten angewendeten Zupftechnik ab.

Drogen Verschiedene Rauschmittel, die von manchen Musikern fälschlicherweise als kreativitätsfördernd angesehen wurden. Zu oft wird das Ergebnis auch nur durch Einnahme von D. konsumierbar (Was sagt der Reggaemusiker zu seinem Kollegen, wenn er nix mehr zum rauchen hat? - "Mach doch mal die Scheiß-Musik aus...").

Drummer (m) drammäh die Rockmusiker-Bezeichnung für den Schlagzeuger. Meist der einzige von fünf Freunden, der kein Instrument gelernt hatte, als die anderen eine Band bildeten ("na ja, da spielste halt Schlachzeuch...") Kann es niemandem recht machen. Zu langsam, wird zu schnell, zu laut, müsste mehr Druck haben, wackelt im Takt, geht nicht dynamisch mit. Guckt beim Schlagzeugspielen meist unten links in die Ecke, als würde dort ein "Playboy" liegen. Manche sind ganz nett.

Dylan, Bob 1941 als Robert Zimmermann in Minnesota geboren, ist eine der einflußreichsten Persönlichkeiten der Rock- und Pop-Geschichte, in seiner Bedeutung vielleicht nur mit den Beatles vergleichbar. Seine oft genial-einfachen Kompositionen, die jederzeit auch zu reiner Gitarrenbegleitung funktionierten, löste er 1965 mit der Verwendung einer elektrischen Gitarre die Massenbewegung des Folk-Rock aus (unbestätigten Berichten zufolge waren dabei Drogen beteiligt (s. dort)). Eigentlich ein Wunder- jedenfalls rätselhaft- wie man mit einer Blecheimerstimme , nicht allzu versiertem Gitarrenspiel und Mundharmonica- Soli , die selten aus mehr als drei Tönen bestehen, Musikgeschichte schreiben kann. Unzählige Hits, unzählige Coverversionen unzähliger Musiker und Bands ("The Times they are a-changing", "Blowing in the Wind", "Mr.Tambourine Man", "All along the Watchtower", "Like a Rolling Stone" , "Mighty Quinn", "Knockin' on Heaven`s Door" u.v.m.).

Dynamik (griech. dynamis = Kraft, Stärke) Zusammenfassender Begriff für die musikalische Gestaltung der Lautstärkeunterschiede, wird oft nicht korrekt verstanden: "Spiel doch mal mit mehr Dynamik!" Gitarrist : "Wieso? Ich hab' doch schon ganz laut gedreht!"

 

E

 


Eigentlich sehr häufiges Wort im Zusammenhang mit der Kommunikation von Musikern. Bsp.: "Eigentlich wollt ich ja pünktlich sein, aber...", "Eigentlich wäre noch ein Refrain gekommen...", "Eigentlich sind Samstags immer Leute hier...", "Eigentlich ging die Anlage gestern noch...", "Eigentlich hätte ich dir sagen können, dass auf dem Kabel Strom drauf ist"

Emerson, Lake & Palmer Die Briten Keith Emerson (key), Greg Lake (voc, bs, git) und Carl Palmer (dr) bewiesen spätestens mit ihrer dritten LP 1971 "Pictures at an Exhibition" (nach Mussorgsky), daß Klassik und Rockmusik vereinbar sind. Für nur drei Musiker erstaunliche orchestrale Klangfülle (auch live), virtuose Kompositions- und Spieltechniken. Legendär sind die bei nahezu jedem Auftritt zerstörten Hammondorgeln von Keith Emerson. (vgl Sammelsurium). Carl Palmer spielte danach bei ASIA ("Heat of the Moment", "Boat on the River")

Englisch einzige Sprache, in der sich Rock'n'Roll darbieten lässt. Ausnahmen einzig: "Skandal um Rosi" von Spider Murphy Gang und ein paar wirklich gute Sachen von den Rodgau Monotones. Sonstige Gehversuche in deutsch, italienisch oder (Gott behüte) französisch sind beleidigend.

 

F

 


Feedback (n) fiehdbäck engl. für Rückkopplung. Aus unerforschten Gründen wird der Ausdruck F. in 99,9% aller Fälle dem Ausdruck Rückkopplung vorgezogen. Ist Gift für jedes Gehör, entsteht meist durch Unachtsamkeit, für die der Unachtsame aber nie etwas kann. Als gewollter Effekt gerne genutzt beim GuitarSolo.

Fender ein Mythos im Instrumenten-Bau, insbesondere Gitarren (Stratocaster, Telecaster) Bässe (Jazz-Bass, Precision-Bass) in seltenen Fällen auch Keyboards (Fender Rhodes). Wie immer gibt es auch hier Streit: "Absoluter Mist, fabrikneuer Schrott!!!" oder "die Krönung, erste Sahne!!!". Dazwischenliegende Äußerungen "na ja, ganz ok..." sind eher Mindermeinungen. auch Gibson

Fidel 1. mittelalterliche Bezeichnung für den Vorläufer der Geige 2. F. Castor, in Kuba hergestellter Behälter zum Transport kontaminierter Musikinstrumente ( Case)

Flügel viel zu groß, klingt klasse und leider viel zu schwer zum mitnehmen. Sieht im Zweifel immer so aus, als könnte der bedienende Musiker etwas. Muss mangels Transportfähigkeit von Keyboard ersetzt werden.

Foxtrott (engl. Fuchsgang) amerikanischer Tanz, populär um 1912, wird heute noch in den neuen Bundesländern gerne zu "Jump" von Van Halen getanzt. Wenn man/frau sich nicht gar für einen Rumba entscheidet.

Fuge (lat. Flucht) eine kontrapunktische Komposition für zwei oder mehrere Stimmen, die aus einem Thema gebildet wird. Der Name erklärt sich aus der Tatsache, dass immer eine Stimme vor der anderen zu fliehen scheint. J.S. Bach war einer der großen Meister der Fuge allerdings weniger im Sanitärbereich.

 

G

 


Gage (f) gaasche vereinbarter Preis für einen Gig einer Band. Klingt besser als es ist. Beispielrechnung: G. beträgt 1.500,- € (klingt gut). Davon gehen ab: 700,- € für PA , 130,- € für Laster und Diesel, 450,- € für ein halbes Jahr Proberaummiete, 50,- € für McDonalds auf Hin- und Rückweg , 100,- € für Sprit der Musiker, 200,- € für Roadies, 10% = 150,- € für Manager, 50,- € für das Herstellen und Versenden von Promomaterial, 50,- € für Verschiedenes, was so kaputt geht (Kleinteile, Sicherung). Gesamtabzug vor Steuern: 1.880,- € (klingt nicht gut). Von den 380,- € Miese leben wir dann.

Gibson ein Mythos im Instrumenten-Bau, insbesondere Gitarren (Les Paul, SG, Firebird, Explorer) Bässe (Thunderbird, SG-Bass). Wie immer gibt es auch hier Streit: "Absoluter Mist, fabrikneuer Schrott!!!" oder "die Krönung, erste Sahne!!!". Dazwischenliegende Äußerungen "na ja, ganz ok..." sind eher Mindermeinungen. auch Fender

Gig (m) engl. Wort für Auftritt. Aus nicht erforschten Gründen wird der Ausdruck G. in 99,9% aller Fälle dem Ausdruck Auftritt vorgezogen.

Gitarrist (sehr m) spielt die Gitarre Guitar. Hört sich nie, macht heimlich den Amp (siehe dort) lauter, streichelt heimlich seine Gitarre Guitar), ist heimlich auf die Gitarre anderer Gitarristen neidisch, übt heimlich ("Eigentlich hab ich gar net geübt..."). Ist der klassische Rockmusiker an sich. auch "Ich".

Groupies (sehr f) gruhpies willige Mädchen und Frauen, die nur darauf warten, dass die Rockstars besoffen und verschwitzt von der Bühne direkt in ihr Bett steigen. Es könnte sich hierbei um eine Legende handeln oder die Existenz von G. besteht nur von Nickelback aufwärts. Ja!

Guitar (f) Giddah engl. für Gitarre. Sexobjekt. Ausführungen hierzu führen zu weit; ein gesondertes Lexikon muss her. Vor allem für die Gitarristen...

 

H

 


Hammond (f) ein Mythos im Instrumenten-Bau, allerdings nur bei Orgeln (A 100, B 3 -Jon Lord!!!-, C 3, M 3 oder L 100 -Fred!!!-). Wird seit 1974 nicht mehr gebaut. Wie immer gibt es auch hier Streit: "Absoluter Mist, Viel zu schwer, dauernd kaputt!!!" (tragende Musiker-Kollegen) oder "die Krönung, erste Sahne, klingt wie Sau!!!" (Fred). Dazwischenliegende Äußerungen "na ja, ganz ok..." sind eher Mindermeinungen.

Harmonica (f) (auch Harp oder Bluesharp) kleines silbernes Instrument, ähnlich der volkstümlichen Mundharmonika (siehe Dicke-Backen-Musik) . "The cheapest instrument you can buy" (Rod Stewart). Ein kleiner Ton aus der Harmonica und man sieht sich am Mississippi liegen… Wird gerne verschlampt und gesucht ( Case).

Harmonielehre Erklärung der Bedeutung der Akkorde und ihrer Beziehung zueinander. Bei Rockmusiker seltener ausgeprägtes Bewusstsein, außer natürlich bei den Keyboardern

Hier! Mit wichtigtuerischen Gesten (herbeiwinken) verknüpfter Ausruf , mit dem ein Angehöriger des Publikums die Aufmerksamkeit eines Bandmitglieds auf sich ziehen will, das auf der Bühne steht. Kommt Musiker dieser Aufforderung nicht nach , wird er für arrogant und abgehoben gehalten. Kommt er der Aufforderung dagegen nach, hört er in aller Regel weltverändernde Dinge wie "Könnt ihr was von Wolf Maahn spiele? Nein? Arschlöcher (abwink)", "saach mal Euerm Drummer , er soll mehr auf die Becke haache!" , ""Isch hab aachema Musigg gemacht!"" oder "kann ich emal mitspiele? Ich kann Gittah spiele wie Eddi van Häilen... da könne mer doch e schee Sesch'n (Session ) mache..." H. wird oftmals auch von den Anwendern des Wortes Noch! genutzt.

 

I

 


"Isch hab' aachema Musigg gemacht!" (Für die Nicht-Südhessen: "Ich habe auch mal Musik gemacht") Ratgeber, selbsternannter

Ich!!! Kurzwort für Gitarrist.

 

J

 


Ja 1) unrichtige Antwort eines beliebigen Musikers auf die Frage seiner Band -Kollegen, ob er auch alles dabei hat, wenn man auf einen Auftritt fährt, 2) richtige und äußerst seltene Antwort des Roadies auf die Frage, ob er die Stratocaster ( Fender ) hat fallen lassen ( Lügen des Musikbusiness), 3) richtige und mehr als äußerst seltene Antwort eines Groupies.

Jazz Live (n) Tschäss Leif eigentlich Jazz Live Podium. Ehemaliger Musikschuppen in Frankfurt-Sachenhausen, wurde 1998 geschlossen. Startrampe und Friedhof für hunderte von Bands von Swing bis Punk sowie für tausende von Musikern. Bekannt insbesondere für seine wahnwitzigen Biersorten (Michelstädter Export), den ruhenden Pol hinter'm Tresen (Akbar, wir sehen uns im Rock'n'Roller-Himmel), die Pächter und Besitzer, die wir heute noch witzig finden ("when I look in my book: your fans drinke nix!") und die größten Kakerlaken außerhalb der Tropen. War ein geiler Laden! Am 13.6.1993 ging sogar mal die Klospülung.

 

K

 


Kakophonie (f) (griechisch) Missklang, heute vorwiegend im WC-Bereich anzutreffen (Dixieland)

Kammermusik Seit dem 17. Jh. gebräuchlicher Sammelbegriff für Musik, die von einer kleinen Gruppe von Instrumentalisten auszuführen ist (also eigentlich auch eine Rock band). Zur Kammermusik rechnen Sonate, Duo, Trio , Quartett (aber nicht das mit den Karten), Quintett usw.

Karaoke (Japanisch für Unterhaltungsveranstaltung) Playbacksingen von bekannten Originalhits, Text wird synchron zum Lied auf einem Bildschirm eingeblendet. K. wird von Elton John bei seinen eigenen Stücken benutzt, weil der sich ums Verrecken keine Texte mehr merken kann.

Keyboard (n) kiehbord, (engl.: Schlüsselbrett) Ansammlung von drückbaren schwarzen und weißen Tasten auf einem brettartigen Untergrund montiert zur Erzeugung von Geräuschen aller Art. Im Grunde genommen alles außer Klavier, Flügel und Hammond.

Keyboarder kiehbordäh Bedienender Musiker der Keyboards oder Hammond. Hat meist klassische Ausbildung und die Nase daher etwas höher als die Kollegen. Kennt Kraftausdrücke italienischer Herkunft (crescendo, sforzando, rallentando, diminuendo, Alfa Romeo, Pizza Margherita, Ramazotti, bella ragazza).

Kimball, Bobby (m) Kimbll, Bobby hauptamtlicher Sänger von Toto, der plötzlich im Jazz Live bei einem Gig von New Deal vor der Bühne stand und fragte, ob er mal Hold the Line mitsingen dürfe. Ist dann noch bei mehreren Gigs erschienen und hat den Laden zum kochen gebracht. Hartspätziger Moment in unserer Geschichte (Bilder).

Klassik meint eigentlich die Wiener Klassik (ca. 1770 -1830) um Beethoven, Mozart und Haydn, wird heute jedoch für alles verwendet, was mindestens hundert Jahre alt ist (J. S. Bach ist als Barockmusiker um 1700 der mit "Klassik" wohl meistfehlinterpretierte "Klassiker" und der Blues wird demnach in Kürze auch zur K. gerechnet werden müssen, ab 2030 auch die Comedian Harmonists. Die Beatles folgen dann etwa 2060! Namhafte "Klassiker" aus dem Bereich Hardrock, Punk und Heavy Metal sparen wir uns für diese Vorschau am Besten.). Auf dem Pop-Markt hat K. nur grotesk vereinfacht eine Chance: Weichgespühlt a la Andre Rieu.

Kollege(n) (hess.: Kolleesch) Nette Bezeichnung, mit der sich Musiker verschiedener Bands untereinander bezeichnen. Das Auftauchen von K.en bei Gigs einer Band löst Freude, kollegiale Begrüßung, kühles Hallo-sagen, blanke Ablehnung oder Furcht aus, je nach der eigenen Leistungsfähigkeit und dem Status des K. (Musiker-Polizei) . K.en der besseren oder bekannteren Band zeigen sich gerne jovial und nett (Lügen des Musikbusiness) , um dann in den meisten Fällen anschließend im vertrauten Kreis fürchterlich abzulästern. New Deal verurteilt dieses Verhalten zutiefst, es sei denn, wir sind die auftauchenden K.en.

Klavier groß, klingt gut und ist leider zu schwer zum mitnehmen. Muss deshalb von Keyboards ersetzt werden.

Kleinteile z.B. Kabel. Stecker, Netzgeräte, Steckerleisten, Schalter. Funktionieren immer anstandslos. Bis fünf Minuten vorm Gig.

Klops, dicker In diesem Lexikon befindet sich ein richtig falscher Fehler. Wir haben uns aber entschlossen ihn nicht einfach zu korrigieren, sondern wir machen ein kleines Preisrätsel daraus:
Wer den Fehler findet, korrigiert und uns per Mail zusendet kann gewinnen! Unter den richtigen Einsendungen wird ein Dienstausweis für die Musiker-Polizei verlost.

 

L

 


Lügen des Musikbusiness: "Ich ruf dich an" - "Das Geld ist unterwegs" - "Das ist aber gut, was du da spielst"- "Ich höre mich nicht!" - "Ich steig aus!" - " Baby, so was geiles wie Dich hab ich noch nie gesehen..." - "Amerika ist im Gespräch!" - "Ich war's net!" - "Nö, uns ist die Stratocaster (Fender) nicht runtergefallen..."

 

M

 


Manager (m) mänätschä Personen, die die Verbindung zwischen Künstlern und Veranstaltern herstellen mit dem Ziel, sich möglichst wenig um beide zu kümmern und möglichst viel um sich selbst (Gage). New Deal hat in über 25 Jahren sogar mal einen richtig guten und netten M. kennengelernt.

Monitor (m) Teil der PA . Den Musikern zugewandte Boxen, die der Eigenkontrolle des gespielten Materials dienen, dazu noch durch Mithören der anderen Musiker der Orientierung, in welchem Stück, in welcher Strophe usw. man eigentlich gerade ist. Theoretisch hocheffektives, in der Praxis fast nie funktionierendes System ("Isch hör misch net!!!")

Musiker-Polizei spezielle Zuschauerspezies, meist selbst Musiker (im Gegensatz zum Ratgeber, selbsternannter), die sich bei Auftritten an folgenden Eigenschaften erkennen lässt: a) stehen immer hinten, b) klatschen praktisch nie, c) meist die Arme vor dem Körper verschränkt (mit und ohne Bier in der Hand), d) verziehen keine Miene (selbst bei einem noch so guten Gag), e) treten meist in kleinen Gruppen auf (2-3 Personen). Wenn man nach einem Auftritt von einer Person dieser Spezies angesprochen wird, war der Auftritt richtig gut. Wenn nicht, wird in den nächsten Tagen bei jeder Gelegenheit gelästert (gerne auch anonym auf Guestbook- Seiten). auch Traatsch, auch Querulant.

 

N

 


New Deal (nju diehl) ( Band) schlecht erklärbares Phänomen. Warum sitzt ein Musiker von New Deal nachts um zwei noch vor'm PC und schreibt ein dämliches Musiker- Lexikon, das keine Sau interessiert und obwohl er längst schlafen müsste...?!

Noch... letztes Wort, das betrunkene Fans vor der Bühne herausbringen, wenn es ihnen nach einer "Zugabe gelüstet. Lächerliche Farce, weil das genau die Leute sind, die sich knapp drei Stunden vorher einen Scheiß um den Gig gekümmert haben, weil sie saufen und baggern mussten (Publikum).

Notizzettel Wird bei den Proben in bester Absicht beschriftet, damit beim Gig nichts schief geht. Wird in bester Absicht mit auf den Gig genommen, damit beim Gig nichts schief geht. Wird in bester Absicht auf die Bühne gelegt, damit beim Gig nichts schief geht. Wird vor dem einschlägigen Lied noch mal zurechtgerückt, damit beim Gig nichts schief geht. Wird während des Spielens ignoriert, vergessen, übersehen usw. damit beim Gig alles schief geht (eigentlich).

 

O

 


Ohren seitlich am Kopf angebrachte Gegenstände, auf die wir beim Musikmachen zielen.

Orgelpunkt 1. Lang ausgehaltener, ruhender (meist Bass-) Ton, über dem sich die übrigen Stimmen frei bewegen. 2. Macke in Freds Hammond , die noch bis 1992 mit einem Aufkleber überdeckt wurde. Inzwischen besteht diese Hammond aus ganz, ganz vielen Orgelpunkten. (sog. Orgelpunktehaufen)

Orgelpunktehaufen Begriff für die gehäufte Ansammlung von Orgelpunkten in astronomischer Anzahl

Ostinato (n) (it. = beharrlich) Ständige Wiederkehr eines Rhythmus oder eines Motivs. Daraus folgt: Techno müsste eigentlich O. heissen

 

P

 


PA (f) Pie-äih Kurzwort für public adress, also an das Publikum gerichtet. Gemeint ist das Zusammenwirken zwischen dem (im Saal stehenden) Mischpult, den nötigen Endstufen (Amps) und den links und rechts der Bühne aufgebauten mächtigen "Boxen. Das auf der Bühne erzeugte Geräusch (Schalldruck) wird hier aufbereitet, verstärkt und mit einem Vielfachen an Dezibel direkt an die Ohren abgegeben. Die P. ist ein erheblicher Bestandteil der Diskussion um den Sound . Für gutes Ergebnis wird Soundcheck benötigt. Eine P. ist recht schwer ( Roadie), eignet sich aber auch als Versteck (Groupies).

Panflöte Hirtenpfeife, aus mehreren Pfeifen bestehend. Im mitteleuropäischen Raum vorwiegend an der Hauptwache in Frankfurt/Main anzutreffen.

Parodie Kompositorisches Verfahren, bei dem einem vorhandenen Vokal- oder Instrumentalwerk ein neuer Text unterlegt wird. Vor diesem Hintergrund muss das musikalische Schaffen eines Dieter Bohlen neu beurteilt werden. (Der meint das gar nicht ernst! Alles nur Parodien des ersten Hits!)

Pfund Kaffee, eins (n) ("ach komm, mach Geschiss, geb mer e Pund Kaffee...") Ehemals fester Verleihtarif eines Musikalienhändlers aus dem Kreis Offenbach für alles, was man sich so mal schnell für einen Auftritt bei ihm geliehen hat. (Spätestens seit der Euro-Umstellung ist auch dieser Tarif nicht mehr gültig und mit zwei Pfund Kaffee kommt man auch nicht mehr hin...).

Phantomspeisung 1. Versorgungs-Gleichspannung für Kondensatormikrofone bei symmetrischen Leitungen. 2. Essen auf Rädern in einem Musical von Andrew Lloyd-Webber

Plektron (n) (gerne auch: Plektrum) Blättchen zum Anreißen der Saite bei Saiteninstrumenten wie Mandoline, Zither, Gitarre, Bass usw. (Mama Plektron zu Ihrem Kind: "Jetzt werden hier aber andere Saiten angerissen!")

Praeludium (n) (lat.) Vorspiel. Hat in manchen Fällen auch was mit Musik zu tun.

Probe (f) Regelmäßiges Treffen der Musiker einer Band in der Absicht, das Programm einzustudieren oder zu optimieren. Faktisch gerne gesehener Vorwand zum Leeren einiger Biere . Schlagzahl der P. nimmt reziprok zur ablaufenden Zeit bis zum Gig erheblich zu und beruhigt das Gewissen. Üblicherweise werden auf P.en die Notizzettel beschriftet.

Polyrhythmik (w) (griech.) 1. Kombination verschiedenartiger, häufig gegensätzlicher Rhythmen zu einem spannungsreichen rhythmischen Gesamtablauf (vor allem in der Musik des 20. Jh.). 2. Die Band hatte einen schlechten Tag

Postludium (n) (lat.) Nachspiel, in gerichtlicher Form selten wünschenswert.

Poussé (französisch) Aufstrich (bei Streichern) (echte Feinschmecker, diese französischen Baudekorateure). Nicht zu verwechseln mit dem englischen Begriff Pussy ( Groupie)

Publikum Personen vor der Bühne, die (meist) Geld dafür zahlen, eine Band zu hören und/oder sehen. Rätselhaftes Phänomen, da ein Publikum wie ein Lebewesen ist: Komplett gut gelaunt, komplett schweigsam, komplett doof, komplett begeistert. Sollte nach beendetem Gig noch eine Zugabe fordern. Sonderfälle im Publikum sind Musiker-Polizei , Ratgeber, selbsternannter, , Groupies und in Einzelfälle Wichtigtuer, die sich nach dem Gig an die Band mit reißerischen Versprechen heranpirschen (Lügen des Musikbusiness , Manager).

PUR Hier fehl am Platze - hat wenig mit Musik zu tun.

 

Q

 


Querulant Musiker-Polizei , Traatsch.

Quintenzirkel 1.Reihe von Quintschritten in gleicher Richtung, die (in der temperierten Stimmung) über die Grundtöne aller zwölf Dur- bzw. Molltonarten zum Ausgangston zurückführen. 2. Geheimbund aus fünf Musikern zur Erlangung der Weltherrschaft.

 

R

 


Ratgeber, selbsternannter beliebtester Satz der selbsternannter Ratgeber "Isch hab' aachema Musigg gemacht", um vor, während und nach Auftritten die eigene Fachkompetenz zu unterstreichen. In der Regel hat diese Spezies ehemaliger Instrumentalisten das Proberaumstadium nie überschritten oder als Tanzmucker höchstens auf Familienfeiern gespielt. Rühmen sich gerne ihrer zu Hause noch vorrätigen Instrumente aus den 60er Jahren mit Originalsaiten, die normalerweise in Jazzkneipen an den Wänden hängen. Verschärfte extrovertierte und erfolglose Form der Musiker-Polizei

Raushören(n) Tätigkeit, mit der eine Coverband das Original eines Musikstücks analysiert, um es mehr oder weniger kompetent nachspielen zu können. Das R. ist zumeist begleitet von Verzweiflungsausbrüchen ("wie hawwen die des gemacht, verdammt nochemal!!!"), Ratlosigkeit ("komm, wir spiele einfach weiter G, merkt keiner...." ), oder Triumph ("Hahaha! Klingt riesenhaft, is awwer en ganz billische Trick! Die koche aach nur mit Wasser!!! Hahaha!!!" ). Erfolgreiches R. erspart kompliziertes Notenlesen von aus dem Netz heruntergeladenen Tabellaturen.

rinforzando (italienisch) plötzliches Lauterwerden (das kracht in de Büx!). Wird von allen Rockbands in höchster Perfektion beherrscht; das Gegenteil allerdings eher weniger...

Rising Power reising pauwäh Befreundete Band aus Norditalien, italienische Version von New Deal. Ständig wechselnde Musiker um den Gitarrist Mauro Borgogno (www.risingpower.it).

Roadie (m) roudie Kräftige Männer (seltener Frauen), die mit wichtigem Gesicht das Equipment einer Band aus dem Proberaum in den Laster aus dem Laster auf die Bühne von der Bühne in den Laster aus dem Laster in den Proberaum transportieren. Fühlen sich der Band oftmals familiär verbunden, bis zu dem Moment, wo Autos, Amps , Boxen, Instrumente (insbesondere Fender, Gibson, Hammond) beim Transport zerstört werden. Dann greifen R. stets zu Ausreden (Lügen des Musikbusiness).

 

S

 


Sacknieser (m) ugs.. für einen in jeder Hinsicht unrentablen Auftritt: No Fun - No Money - No Sex - No Drugs und den Rock'n Roll musste man auch noch komplett selber machen. Man hätte also genauso gut auch in einen Sack niesen können . Wird gerne auf der Heimfahrt vom S. mit wütend gepresster Stimme zitiert, wobei sich vorangestellt eine "Scheiße, so ein..." findet.

Sänger die weltbesten S. können die schlechtesten Entertainer sein , weil guttrainierte Stimmbänder und Talent noch lange keinen Popstar ausmachen. Die richtig guten bringen das Publikum zum klatschen, ohne irgendeinen Ton von sich gegeben zu haben . Da selbstbewusste S. um diesen Umstand wissen, sind sie auch nicht immer leicht im Umgang

Scheisse-Schalter (m) Sehr effektives (und möglicherweise nur gerüchteweise vorhandenes) Zusatzbedienelement am Mischpult einer PA , durch das mit einer einzigen Handbewegung der Sound einer Band völlig ruiniert werden kann. Wahlweise werden durch das Betätigen des S. nur noch wummernde Bässe, näselnde Mitten oder kreischende Höhen hörbar, in Einzelfällen auch ergänzt durch verzerrendes Übersteuern. Der S. wird in fast allen Fällen vom Sound -Personal der Hauptband (Headliner) bedient, wenn eine (möglicherweise gute oder gar bessere) Vorgruppe in Aktion tritt. Garantierter Effekt: Die Headliner sind die besten! Passiert bei Dorfkirmes genauso wie in Wembley

Schlagzeuger Drummer

Schnarchen (n) das vom mit im Hotelzimmer wohnenden Bandkollegen produzierte Geräusch.

Session (f) sesch'n oftmals auch jammen (tschämmen) genanntes freies Zusammenspiel von Musikern verschiedener Bands auf Zuruf. Amüsiert die Musiker sehr, langweilt das Publikum zu Tode. Wird von jedem Musiker kategorisch abgelehnt, es sei denn, dass er selbst um Teilnahme an einer S. ersucht wird. Aktiver Eintritt in eine S. wird oftmals über das Wort Hier! erzwungen . Merkmal von 95% aller S. ist das halbstündige Abnudeln von Sweet Home Alabama und dem berühmten Blues in e.

sforzando (italienisch) mit Kraft, besondere Betonung (Dixieland). Abk. sf

Sicherung (f) Vorkehrung zur Begrenzung übermäßiger Stromstärken, die häufig bei Auftritten rausfliegt oder komplett wegschmilzt. Der Effekt kann durch die Überbrückung mit leitfähigem Material (z.B. Alufolie - Grüße an Fritz aus Loshausen ( siehe Zitatensammlung)) weitestgehend verhindert werden. Das kann allerdings dazu führen, dass stattdessen der nächstgelegene Stromkasten oder die Halle abbrennt...

Simile (italienisch) 'ähnlich', eine Phrase auf die Art spielen wie vorher angegeben, bei Bach eine Anleitung zum endlosen Wiederholen des gleichen Themas. Durch D. Bohlen perfektioniertes Prinzip zur Geldvermehrung.

Singspiel Im 18. Jh. in Deutschland entstandener Typus der Oper mit deutschem Text, gesprochenen Dialogen und schlichter, publikumsnaher Handlung. Nachdem der Gesang entfernt, die Musik durch Konservengülle ersetzt wurde und das Fernsehen dazu kam, wurde daraus so etwas wie Lindenstrasse, GZSZ, Unter Uns, etc.

Solo (n) Im Durchschnitt 2 x 12 Takte (bei älteren Kalibern aus den 70ern allerdings auch gerne mal 25 Minuten), in denen ein Instrumentalist zeigt, was er kann / zu können glaubt. Absolut geniale Soli (Mz.) gehen oft im allgemeinen Auftritt unter, während z.B. Schlagzeugsoli grundsätzlich bejohlt und beklatscht werden. Ein schlechtes Gitarrensolo wird gut, wenn der Gitarrist dabei mit geschlossenen Augen kniet und den Kopf schüttelt , erst recht, wenn er dabei sein Instrument anzündet, zerschlägt, ins Publikum wirft oder lustlos in die Boxen steckt. Ein schlechtes Hammond-Solo wird gut, wenn der Keyboarder mit dem Arsch spielt. (auch insbesondere Bass-Solo).

Sound (m) saund Bezeichnung des tontechnischen Gesamtbildes . Hört man alle Instrumente ausgewogen und abgestimmt, wohlklingend und angenehm für die Ohren , so ist das ein guter S. In der Realität ist das seltener als Kickers Offenbach in der Bundesliga . auch Soundcheck

Soundcheck (m) saundtscheck Probedurchläufe mit Instrumenten und PA , bei denen im Einzelverfahren der Sound abgestimmt werden soll. Macht den Beteiligten die ersten 50 mal im Musikerleben viel Spaß, ist danach aber eine lästige Pflicht wie Steuererklärungen, TÜV-Termine oder Vorsorgeuntersuchungen - nur eben häufiger.

Stimmen das Stimmen von Instrumenten ist ein lästiger Vorgang , der bei Gitaristen viel zu häufig im falschen Moment notwendig und bei Bassisten als nicht notwendig erachtet wird, solange die Saiten noch recht straff sind.

 

T

 


Technik macht nach Vorstellungen von laienhaften Zuschauern "alles wett", "die brauche ja gar net mehr rischtisch zu spiele, des macht alles die Technik..." ("en Haufe Knebb...", "dafür hawwese Geld..."), dient in Wirklichkeit aber dazu, dass Musiker verzweifeln (Amp und Hinweis auf Standby-Schalter). Bei besonders komplexen technischen Vorgängen besteht die Vermutung, das "kommt alles von der Weltraumfahrt...". Einschränkend hierzu: "Da flieschese uff de Mond, awwer gesche de Schnubbe hawwese nix!!!" (da fliegen sie auf den Mond, aber gegen den Schnupfen haben sie nichts.)

Traatsch Musiker-Polizei , Querulant

Trio (n) 1. ein Musikstück für drei Ausführende, 2. drei Ausführende und nur ein Musikstück: "DADADA..." 3. der Mittelteil eines Menuett oder Scherzos. Früher wurde dieser Teil tatsächlich von drei Instrumenten gespielt.

Trumscheit mittelalterliches Saiteninstrument mit nur einer Saite (auch ohne Bild kann man sich das vorstellen). Wunschinstrument zahlloser Bassisten

 

U

 


una corda (italienisch) Anweisung für Pianisten das linke Pedal zu drücken (Wir wissen zwar nicht wie der Pianist rechtzeitig zum Auftritt kommt, wenn er ständig auf der Kupplung steht, aber bitte! ....Drollig diese Italiener... - Außerdem: Was ist, wenn er `n Automatik hat???)

unisono (italienisch) Zusammenspiel zweier oder mehrerer Stimmen in der selben Tonhöhe, im Einklang (ein hehres Ziel in der Rockmusik).

Unter aller Sau gespielt (Musiker-Polizei , Querulant, Traatsch

 

V

 


Ventilator fächelt Lupo Kühlung zu und treibt Marco in den Wahnsinn und in die Erkältung.

Virtuose ein Interpret mit brillanter Technik (wo gibt's denn so was?). Abgrenzung dazu: Spirituose; wird aber zuweilen von V. genutzt.

Vista prima vista (lat.: "auf den ersten Blick") das Spiel (oder der Gesang) aus Noten, die vorher nicht bekannt gewesen sind (ohne vorher zu üben New Deal); mit oft vorhersehbarem Ergebnis (Gig)

Volksmusik von musikalischen Laien ausgeübte Musik (meist auf Volksmusikinstrumenten wie Zither, Ziehharmonika (jetzt wird einiges klar).

 

W

 


Witzbold Musiker-Polizei , Ratgeber, selbsternannter.

Witzfigur Musiker-Polizei , Ratgeber, selbsternannter.

 

X

 


Xangsverein eigentlich Gesangsverein. Hat mit unserer Musik nichts zu tun, aber was hätten wir sonst bei X reinschreiben sollen (außer vielleicht... ...Xylophon...)?!

 

Y

 


Yamaha Musikinstrumentenbauer. Kraftradfahrer verbinden Y. ursprünglich mit ihren Zweirädern, aber historisch ist das falsch: Die Instrumente waren zuerst da. Das Zeichen auf den Krafträdern ist bei genauer Betrachtung ein musikalisches Symbol: Drei gekreuzte Stimmgabeln. Guckt mal hin, ihr Mobbedfahrer!

 

Z

 


Zeppelin, Led Ratgeber, selbsternannter

Ziehharmonika (f) volkstümliches Musikinstrument, bei dem durch Ziehen und Drücken des Balges freischwingende Metallzungen zum Schwingen und Klingen gebracht werden. Kann auch zum Werfen, Briefbeschweren und zum Vertreiben unliebsamer Mieter verwendet werden. Bei New Deal nur selten im Einsatz, da ungeübter Körpereinsatz beim Keyboarder erforderlich.

Zugabe (f) Musiktitel, die nach dem eigentlichen Programmende noch dargeboten werden, weil das "Publikum dies lautstark fordert. Wirkt immer ungeplant, weil ja das Programm doch eigentlich zu Ende ist; die Band lässt sich also nochmals breit schlagen usw. Die Z.titel stehen allerdings in Wirklichkeit schon von Anfang an auf dem Programm (Notizzettel ) und die Musiker sind absolut enttäuscht, traurig, ja verzweifelt, wenn das Publikum keine Z. fordert. In Einzelfällen werden dann Z.en trotzdem gespielt (Sacknieser).